Mein Name ist Barbara Amende, ich bin Jahrgang 1962 und wohne mit meinem Mann und unserem Hund in Mönchengladbach, in der Nähe von Rheindahlen. Unsere Töchter sind mittlerweile erwachsen und wohnen nicht mehr zu Hause. Meine Schulpferde genießen ihren Ruhestand auf unserem Hof in Kalkar.

An dieser Stelle möchte ich meinen reiterlichen Werdegang beschreiben; wie es dazu kam, dass ich heute Pferde habe und Reitunterricht gebe:

 

Meine Lieblingsurlaube verbrachte ich als Jugendliche  in den Dolomiten in Südtirol. Fasziniert haben mich damals die fast endlosen Weiten der Hochalmen auf denen kleine und große Herden Haflinger trittsicher auf schmalen Bergpfaden umherzogen. Ich war von diesen kleinen Pferden begeistert, die man auch immer öfter in meinen „heimischen Gefilden“ sah. Nach 15 Jahren, in denen ich in einer„normalen“ Reitschule Unterricht genommen hatte, war es dann soweit:

 

1993 kaufte ich meine Haflinger Stute Finni: sie war 3jährig, angeritten und hatte ganz viele Ideen, wie man so ein Zusammenleben mit einem Menschen gestalten konnte.

Meine beiden Töchter waren damals 6 und 8 Jahre alt und mit dem Kauf von Finni spontan mit dem „Pferdevirus“ infiziert. Jetzt hatte unsere Familie also ein 4beiniges Mitglied. Ich hatte nun ein unerfahrenes Pferd und pferdeunerfahrene Kinder, was tun?

 

Zurück zur Reitschule mit allen Beteiligten? Das wollte ich auf gar keinen Fall.  Für Finni hatte ich einen schönen Platz in einem kleinen Offenstall mit Reitplatz und netter Gesellschaft gefunden, und das wollte ich nicht gegen Reithalle und Box tauschen.

 

Also machte ich mich auf die Suche nach Lehrern, die mich das Reiten lehrten, und zwar so, dass ich es meinen Kinder lehren konnte.

Während dieser Suche, traf ich viele interessante Menschen und konnte von vielen lernen:

 

Von Pat Parelli und seinen Instructoren lernte ich, freundlich und konsequent mit meinem selbstbewussten Pferd umzugehen. Ich lernte eine Menge über Körpersprache und Kommunikation mit dem Pferd, vor allem aber lernte ich, an mir selbst zu arbeiten:

eine (fast) endlose Geduld, wenn ich etwas Bestimmtes erreichen wollte, und immer wieder zu überprüfen, was ich meinem Pferd aufgrund meiner Körpersprache mitteilte.

 

Von den vielen VFD Lehrern, die mir während der Zeit meiner Ausbildung zum Übungsleiter begegneten, lernte ich viel über Pferdehaltung, über Gesundheit und Fütterung, das Reiten in der freien Landschaft und vor allem über die Faszination des Wanderreitens. Viele wunderschöne Wanderritte durch die Eifel, mit Packtaschen, Schlafsack und Zelt haben Finni und ich gemacht, und es waren tolle Erlebnisse.

 

Dann machte ich einen Centered Riding Kurs (das Reiten aus der Körpermitte, entwickelt von Sally Swift)  und war begeistert. Ich lernte, mich zu erden und auf dem Pferd richtig zu atmen, mich auszubalancieren und die Bewegung des Pferdes genau zu spüren. Es war ein ganz neues Gefühl, wenn ich auf dem Pferd saß und ich konnte vieles spüren, was ich vor lauter „Hacken runter, Kreuz anspannen und Brust raus“ nie gefühlt hatte. Ich lernte das Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter, körperlicher und seelischer Balance immer besser kennen. Nach diesem Kurs begann ich, meine Erfahrungen an meine Kinder weiter zu geben. Es machte Freude zu sehen, wie meine Kinder auf dem Pferd saßen, bekamen sie doch einen ganz anderen Zugang zum Reiten, als ich vor vielen Jahren. So entstand der Wunsch,  mehr über Centered Riding zu lernen. Ich machte einen Lehrer Kurs, begann auch andere Kinder zu unterrichten und  die Elemente von Centered Riding in meinen Unterricht einzubauen. Es macht mir immer wieder Freude zu sehen, wie meine großen und kleinen Schüler mit den großartigen Ideen von Sally Swift zu Reitern werden.

 

Dank

 

Ein besonderer Dank gilt all meinen Centered Riding Ausbildern, die mich immer wieder ermuntert haben, mich weiter zu entwickeln: Tatiana Peter, Ute Fellenberg, Angelika Engberg und noch viele andere.

 

Durch sie habe ich gelernt, dass es nicht einen Weg für Pferd und Reiter gibt, sondern für jeden einen individuellen, nachdem man oft mit Kreativität und Ausdauer, Geduld und Freundlichkeit suchen muss.

 

An dieser Stelle möchte ich noch einem Menschen danken, der seit vielen Jahren meine Leidenschaft für Pferde mit großer Geduld erträgt,  der all meine Ideen unterstützt, immer mit irgend einem Handwerkszeug unterwegs ist um zu reparieren, zu streichen und zu erneuern, und meine Verbesserungsvorschläge für die Pferdehaltung in die Tat umsetzt:

 

meinem Mann Hans-Jürgen, der mir auch diese schönen Internetseiten erstellt hat.

 

 

 

 

Copyright 2015 by HJA-Internetservice